Kategorie: Kultur

Kopf über Kopf -

Unser neu entstehendes Maskenprojekt richtet sich spezifisch an theaterunerfahrene junge Erwachsene mit Beeinträchtigung oder psychischer Erkrankung, die sich am Übergang von Schule zum Beruf befinden. Im Rahmen des Projekts sollen die Teilnehmer*innen die Kunst des Maskenbaus erlernen, durch das Theaterspiel neue Anregungen und Orientierungshilfen erhalten und Möglichkeiten des künstlerischen Ausdrucks aufgezeigt bekommen. Die Teilnehmer*innen werden im Rahmen des Projekts in zwei verschiedenen künstlerischen Ausdrucks- und Arbeitsweisen geschult – dem Maskenbau und dem Maskenspiel. Im Prozess des Maskenbaus werden unter anderem die handwerklichen Fähigkeiten und das manuelle Geschick der Teilnehmer*innen geschult. Beim Formen der Tonmodelle, dem späteren Kaschieren und der Bemalung der Masken wird die Kreativität, Gestaltungs- und Ausdrucksfähigkeit gefördert. Der große Anteil an Körper- und Bewegungstraining führt zu einem besseren Körperbewusstsein, die Zusammenarbeit in der Gruppe wiederum fördert die Kooperations-, die Kommunikations- und die Teamfähigkeit. Beim stummen Spiel mit den Masken erfahren die Teilnehmer*innen die Bedeutung des körperlichen Ausdrucks und sie erweitern beim Theatertraining ihre körperliche Bewegungsmöglichkeit. Sie lernen Gesten und Haltungen gezielt einzusetzen. Körperliche Besonderheiten, wie zum Beispiel eine Gehbehinderung, werden in den Maskencharakter integriert. Das Projekt wird mit einem Auftritt auf dem Bremer-Karneval enden, zu dem etwa 20.000 Zuschauer*innen erwartet werden. Darüber hinaus wird eine theatral inszenierte Aufführung einer „Maskenkino-Revue“ im Theatersaal des Blaumeier-Ateliers stattfinden. Über den gesamten Projektzeitraum kooperiert das Blaumeier-Atelier mit einer Dozentin der Bremer Hochschule für Gestaltung. Sie wird das Projekt filmisch begleiten und mehrere kurze Filmclips erstellen, welche die Entwicklungen und Erlebnisse einzelner Teilnehmer*innen dokumentieren sollen. Diese Filmclips werden im Rahmen der Abschlussinszenierungen einem Publikum vorgeführt. Darüber hinaus wird über eine mit einer Medienkampagne in den Sozialen Medien beworbene Veröffentlichung der Filme eine große, überregionale Öffentlichkeit erreicht. Das Angebot richtet sich speziell an theaterunerfahrene junge Erwachsene mit Behinderung oder psychischer Erkrankung. Eine psychische Erkrankung oder Behinderung aber keine Voraussetzung für die Teilnahme an unserem Angebot. Das alleinige Kriterium hierfür ist die Lust und Freude an der künstlerischen Arbeit – und die Bereitschaft, die anderen in ihrer Unterschiedlichkeit zu akzeptieren.

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